Nationalpark "Cevennen"

1970 wurde der Nationalpark Cevennen gegründet.

1985 - unter Anregung der UNESCO - zum „Weltschutzgebiet der Biosphäre“ ernannt.

Das 914 km² große Kerngebiet, das im Norden vom äußersten Ende des Mont Lozère bis zu dem stolzen Bug des Mont Aigoual reicht, erstreckt sich über einen Teil der Causse Mejean und über die Hochtäler der größten Cevennentäler.

In Frankreich bilden die sieben Nationalparks ein Netzwerk privilegierter Gebiete, in denen seltene Tier- und Pflanzenarten noch große Chancen zum Überleben finden können.

Der Grund hierfür liegt in der extrem geringen Industrialisierung und landwirtschaftlichen Nutzung - auch des weiteren Umfelds. Obwohl der einzige, bewohnte Nationalpark Frankreichs, trägt die sehr geringe Bewohnerzahl ebenfalls dazu bei. In der streng geschützten Kernzone leben nur ca. 600 Menschen.

Die Vorteile sind schnell spürbar. Hier ist nicht nur Ruhe und Erholung möglich, sondern ein Naturerlebnis, das seinesgleichen sucht:

  • Extrem artenreiche und üppige Vegetatition und Tierwelt
  • Auch im Hochsommer wasserführende Flüsse mit glasklarem Wasser und herrlichen Badestellen
  • Landschaftsformen jeglicher Couleur: Berge, Hochebenen, Schluchten, verspielte Flussläufe und liebliche Hügellandschaften
  • Gesunde Mischwälder: Kiefer, Steineiche, Buche, vor allem aber Esskastanie.
  • In allen Farben schimmernde Wasser- und Felsformationen
  • Malerische Natursteinhäuser aus dem gewachsenen Fels der jeweiligen Landschaft
  • Und einen Nachthimmel und eine Luft, die man nicht vergißt...

Literaturauszüge:

... Deshalb geht dieser Nationalpark weit über den einfachen Schutz von Fauna, Flora oder außergewöhnlichen Landschaften hinaus. Dieser Nationalpark ist zuerst ein Land, das den Menschen teuer ist, die es seit Generationen im Schweiße des Angesichts modelliert haben, um hier freien Körpers und Geistes leben zu können, welch auch immer die Macht war, die sie unterdrücken wollte, die früher oder später in ihrem Menschenleben mit dem in diesen Bergen herrschenden Geist in Kommunion leben...

Einen Aufenthalt in den Cévennen vergißt man nicht. Alles ist hier anders ...

... Nationalpark Cévennen... die Seele davon ist der Mensch ...

Auszug aus: Informationsbroschüre der Nationalparkverwaltung "Nationalpark Cevennen B.P. 15 Florac"

Die Valleé Francaise gilt als das schönste der Gardontäler. Wegen seiner weiten, besonders sonnigen Lage war es seit jeher bevorzugt. Romanische Kirchen, Schlösser und Hofbesitze des cévennolischen Landadels, Signaltürme, Magnaneries und recht stattliche Ortschaften liegen im Tal des Gardon du Ste. Croix.

Auszug aus: "Ardeche und Cevennen" von Maria Weingold/Thomas Schmitt S173/180
(erschienen 1995 im Verlag Schelzky & Jeep Berlin)


Kurzum: Diese Landschaft ist wild und zart, fruchtig und karg, und sie ist das Romantischste, was ich je gesehen habe. Und das läßt einen nicht so leicht wieder los. Wer hier weggeht, der muss...

Auszug aus: "Ein Dorf in den Cevennen" von Susanne Friedmann (Knaur Taschenbuch S. 14/15)
(erschienen 1996 Droemerische Verlagsanstalt)